Sonderausstellung „GegenBilder“
6. September bis 15. Oktober 2011;
Dienstag und Donnerstag 15.30 bis 19.30 Uhr.
Geschlossen an Feiertagen.
Eintritt frei.
Künstlerführung jeden Donnerstag um 16.00 Uhr
Riegerzeile 1a, 12105 Berlin
Norma Drimmer
Axel Gundrum
Matthias Koeppel
Mathilde Lafabrie
SOOKI
Kornelius Wilkens
Verein Berliner Künstler
Ein Gemeinschaftsprojekt von Künstlern des Vereins Berliner Künstler und Gästen in der Martin-Luther-Gedächtniskirche als temporäre Kunsthalle: Malerei, Video, Objekt, Installation und Text von Norma Drimmer, Axel Gundrum, Matthias Koeppel, Mathilde Lafabrie, SOOKI und Kornelius Wilkens.
Die Martin-Luther-Gedächtniskirche, 1933 bis 1935 erbaut, ist sichtbar von Symbolen des Nationalsozialismus geprägt und steht heute als national bedeutsames Gebäude unter Denkmalschutz.
Als Erinnerungskirche für die Toten des ersten Weltkrieges geplant, wurde sie in den 1930er-Jahren im Gedankengut der Nationalsozialisten gestaltet und nach Ende des zweiten Weltkriegs als Kirche weiter genutzt. Lediglich die NS-Symbole, wie z.B. Hakenkreuze, wurden entfernt. So ist die Kirche ein authentisch erhaltener Ort, der die Verstrickung von Religion, Alltagsleben sowie nationalsozialistischer Kunst und Propaganda beispielhaft verdeutlicht.
Die Kunstausstellung Treibsand im Jahre 2010 mühte sich, an diesem Ort die einzelnen Zeichen und Symbole nationalsozialistischer Prägung sichtbar zu machen und ihre blasphemischen Aussagen zu benennen
.
Die Ausstellung GegenBilder setzt der historischen Gemengelage und den subtilen Wirkungen der belastenden vorhandenen Ikonographie eine zeitgenössische Bildersprache entgegen, die das vergiftete Verborgene aufscheinen lässt oder aber das Gespinst durch Neues zerreißt.
Die Künstler haben, in Rücksprache miteinander, Werke zum Teil extra für diesen Ort geschaffen. Einige suchen die Kompensation und Neutralisierung der vorhandenen Bilder, andere die Konfrontation und Auseinandersetzung.
Eine Ausstellung der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Mariendorf in Zusammenarbeit mit dem Verein Berliner Künstler. Mit Unterstützung von STATTBAU Stadtentwicklungsgesellschaft mbH, Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart e.V. und Jugendmanufaktur im EJM.